Wenn eine Dame den Karneval gerade zufällig in Rio de Janeiro verbracht und dann gleich noch einen Strandurlaub hintern dran gehängt hat, sieht sie sich unweigerlich mit einer Frage konfrontiert: was trage ich? Die Antwort lautet natürlich, einen Bikini. Aber Bikini ist nicht gleich Bikini, denn im Land von Samba und Copacabana gelten einige strikte Regeln, wenn es um Bademode geht.

Mädels, die an Brasiliens Stränden Bikinis tragen, die den ganzen Po bedecken, outen sich automatisch als „Gringas“, also als Ausländerinnen. Das zieht wohl oder übel skeptische, wenn nicht sogar ablehnende Blicke an. Für diejenigen aber, die nicht so gerne völlig blank ziehen, gibt es zwar durchaus auch konservetivere Bikini-Modelle, doch die sind immer noch halb so breit geschnitten wie durchschnittliche Bikinis in Europa oder den USA.

Frauen, die hingegen gerne zeigen möchten was sie haben, sollten mit dem allgegenwärtigen „Fio dental“ (port. Zahnseide) Vorlieb nehmen. Doch Vorsicht! Dieser String ist nicht für jede geeignet. Denn er enthüllt wirklich fast alles und könnte sich unvorteilhaft für Damen auswirken, die mit Problemzonen so ihre liebe Not haben (oder das zumindest glauben).

Hinzu kommt, dass der „Fio dental“ zwar ein Klassiker, aber dieses Jahr nicht mehr ganz der letzte Schrei unter den „Cariocas“ (Einwohner von Rio de Janeiro) ist. Dieses Jahr geht der Trend nämlich eindeutig hin zum typischen, knappen brasilianischen Bikini in bunten, knalligen Farben sowie wilden Mustern. Ganz vorne mit dabei sind ethnische Motive oder Fellprints von exotischen Tieren. Weiterhin angesagt sind zudem halterlose Tops.

Was die Herren der Schöpfung anbelangt, so sind dieses Jahr grob gesehen zwei Hauptmodelle in. Zum einen werden breitere Shorts am Strand getragen, wobei dies aber eher bei Surfern der Fall ist. Allseits definitiv beliebt ist hingegen der sogenannte „Sunga“, also eine etwas weiter geschnittene Variante der klassischen „Speedo“-Badehose.