Verliebte Bikini-Nixen im Doppelpack

Die amerikanische Schauspielerin Michelle Rodriguez und das englische Model Cara Delevingne wurden vor kurzem zusammen beim Baden in der mexikanischen Touristenhochburg Cancún gesehen. Zwar sind die beiden schon seit mehreren Monten ein Paar, doch scheint von den Schmetterlingen im Bauch bisher weder bei der Brünetten Michelle noch der Dunkelblonden Cara noch kein einziger ausgeflogen zu sein. Das It-Girl Delevingne und die toughe Darstellerin Rodriguez turtelten geradezu nach Leibeskräften am Strand herum und konnten kaum die Finger voneinander lassen. Oder besser gesagt, die Lippen.

Da geriet es schon fast zur Nebensache, dass in das Oberteil des schwarzen Bikini der 21-Jährigen Delevingne in einem Moment herabrutschte. Das Missgeschick beunruhigte Cara aber allem Anschein nach nicht, denn sie plantschte einfach ungeniert topless weiter, als wäre nichts geschehen. Ihre Michelle sah es ganauso gelassen und genoss einfach das Wasser zusamen mit ihrem Herzblatt. Könnte alles immer so unbeschwert sein, doch die Liebe der beiden Frauen steht seit Beginn an regelmäßig auf dem Prüfstand.

Seit die 35-jährige Rodriguez und ihre jüngere Partnerin Ende letzten Jahres zusammenfanden, wurden sie oft von ihrem Umfeld kritisiert und vor Probleme gestellt. Besonders die Eltern von Cara sind gegen die Beziehung mit der als draufgängerisch bekannten Michelle Rodriguez. Wie diverse europäische Promi-Zeitschriften berichteten, sollen sich die Delevingnes negativ über die Beziehung zwischen ihrer Tochter und der mexikanischstämmigen Darstellerin aus „Machete“ geäußert haben, da sie fanden, dass Letztere einen schlechten Einfluss auf ihre Tochter ausübe und ihre Karriere als Model gefährde. Zudem sind die Briten nicht mit dem Umgang in den Kreisen einverstanden, in die Cara von Michelle eingeführt werde.

Die Bikini-Pannen von Jennifer Nicole Lee

Einen schönen Menschen entstellt nichts. Diese Weisheit hat sich Fitness-Trainerin, Schauspielerin und Motivations-Coach Jennifer Nicole Lee wohl gründlich zu Herzen genommen und macht aus diesem Grund gleich aus der Not so oft es geht eine Tugend.

Die 38-jährige Amerikanerin mit italienischen Wurzeln lässt nämlich keine Gelegenheit aus, um der Welt, oder besser gesagt den immer auf der lauer liegenden Paparazzi, ihre Traumfigur in äußerst knappen Bikinis vorzuführen. Aber nicht nur das. Sobald die „Miss Bikini America“ des Jahres 1996 einen ebensolchen anzieht und damit ins Wasser steigt, kann man davon ausgehen, dass sie eines der beiden Teile spätestens bei ihrer Rückkehr an den Strand oder das Ufer, zumindest kurzfristig, verlieren wird. Wie durch Zauberhand flutschen da stets die Oberteile runter oder lösen sich die Höschenschnüre. Und immer spielt Jenny die Überraschte nach dem Motto: „Uuuuupsiii, ahahaha.. Ach, wie konnte das nur passieren…?“

Dann wird sich ausgiebig Zeit gelassen, die abhanden gekommenen Teile wieder an Ort und Stelle zu platzieren. Damit den Fotografen auch ja keine Einstellung entgeht. Könnte man meinen. Wenn man ein Schelm wäre. Und auch, wenn nicht. Denn dass Frau Lee auch außerhalb des Wassers recht zeigefreudig ist, beweisen Fotos von ihr, die fast genauso häufig von Paparazzi in Umlauf gebracht werden wie Pics von ihren Bikini-Pannen. So wurde die Fitness-Queen, die damit Aufsehen erregte, dass sie scheinbar mühelos nach zwei Schwangerschaften wieder zu ihrer alten Strandfigur zurückfand, mehrmals dabei geknipst, wie ihr der Wind ein ohnehin äußerst kurzes Röckchen herauf lupft und den Blick auf ihr Höschen frei gibt. Alles Zufall…?

 

 

Die lange Karriere des Bikinis, Teil 3

Die lange Karriere des Bikinis, Teil 3

Der Bikini hatte es wahrlich nicht leicht, sich als massentauglicher Gebrauchsgegenstand im Alltag durchzusetzen. In der Tat dauerte es Jahrhunderte, bis der emblematische Zwiteiler zum allgegenwärtigen Accessoire für Strandnixen auf der ganzen Welt und allgemein akzeptiert wurde. Nachdem Pioniere wie die australische Schauspielerin Anette Kellermann um die Jahrhundertwende einen Vorläufer des Bikinis in aller Öffentlichkeit bewarb und seine Weiterentwicklung vor allem in der Zwischenkriegszeit vorangetrieben worden war, so ging der langsame, aber stetig voranschreitende Siegeszug des Bikinis erst nach dem Zweiten Weltkrieg in seine entscheidende Phase.

Nach dem zweiten großen Waffengang in Europa gierten die Massen nach Freiheit, Lebensfreude und Spaß. Diesem Zeitgeist zollten zwei französische Designer Tribut, indem sie den zuvor bereits immer knapper geschneiderten Bikini weiter kürzten und so die Körper der weiblichen Trägerinnen besonders stark zur Geltung brachten. Den Anfang machte Jaques Heim, der sein Produkt seinerzeit als den kleinsten Badeanzug der Welt anpries. Kurz darauf wurde er aber noch übertroffen. Bei den ersten Präsentationen des vom französischen Unternehmer Louis Reard entworfenen Bikinis tauchte ein Problem auf, das im Prinzip nicht technischer, sondern gesellschaftlicher Natur war. Die Menschen in Paris waren oftmals noch so prüde, dass Reard keine Models fand, die seine provokante Kreation auf einem Laufsteg tragen wollten. Reard engagierte aus diesem Grund eine Stripperin, die weniger Scheu hatte und die knappe Bademode vor den Augen eines irritierten und gleichzeitig faszinierten Publikum zur Schau stellte.

Die Aktion sorgte zwar für Publicity, massentauglich wurden Bikinis aber erst, nachdem Hollywood-Schauspielerinnen ihn für sich entdeckten und auch vor den Kameras öfter trugen. Die Vorreiterinnen waren Marilyn Monroe, Brigite Bardot oder später auch Raquel Welsh. In der westlichen Welt ging der Bikini so nach und nach in den alltäglichen Gebrauch über und verlor seine gesellschaftliche Brisanz. Das gilt jedoch bis heute nicht für alle Regionen der Erde. In muslimischen Ländern sieht man den Bikini zum Beispiel noch äußerst skeptisch und empfindet ihn häufig noch als anstößig. Aus diesem Grund kommen in streng konservativen Ländern wie einigen Golfstaaten oder Emiraten spezielle Ganzkörperbadeanzüge für gläubige Musliminnen zum Einsatz, die in Übereinstimmung mit religiösen Vorschriften designt wurden.

 

Die lange Karriere des Bikinis, Teil 2

Die lange Karriere des Bikinis, Teil 2

Etwa im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts begann in Europa die Evolution der Bademode für Frauen. War die Notwendigkeit von Kleidungsstücken, die beim Baden am Körper getragen wurden in den Jahren zuvor noch grundsätzlich umstritten gewesen, so war diese Diskussion nun vom Tisch und Badeanzüge wurden grundsätzlich akzeptiert. Eine junge Australierin erwies sich damals als Pionierin auf dem Gebiet, indem sie einen Badeanzug entwarf, dessen Design mehr an praktischen Kriterien als an den Moralvorstellungen der noch in weiten Teilen konservativen angelsächsischen Gesellschaft orientiert war.

Nach heutigen Maßstäben waren die Badeanzüge des frühen 20. Jahrhunderts noch sehr züchtig geschnitten und aus vergleichsweise viel Stoff gefertigt. Erst in den 1930er Jahren setzte ein fundamentales Umdenken infolge der Verbreitung eines neuen Schönheitsideals ein. Als ästhetisch galt nun nicht mehr eine vornehme Blässe, die Menschen sollten lieber braungebrannt sein und einen bronzenen Teint haben. Das führte dazu, dass Badeanzüge deutlich knapper geschnitten wurden. Der Rücken wurde zum Beispiel stärker entblößt, während die Hosenbeine fast verschwanden oder zumindest deutlich höher geschnitten wurden.

Dem Trend folgend, entwickelten in jener Zeit Schneider in den USA erstmals zweiteilige Badeanzüge, da sie ein Höchstmaß an freiliegender Haut ermöglichten. Auch das stieß vielerorts auf Widerstand. So verboten die Nationalsozialisten in Deutschland seinerzeit das Tragen von zweiteiliger Badebekleidung in der Öffentlichkeit. Unglaublich aber wahr: der Zweite Weltkrieg befeuerte die Verkleinerung der fortan als Bikini bekannten Bademode. Da große Mengen Textilien benötigt wurden, um die in Europa und im Pazifik kämpfenden Truppen mit Uniformen versorgen zu können, reduzierten die Vereinigten Staaten per Erlass den Materialverbrauch bei der Herstellung von Damenmode. Das wirkte sich auch auf die Bestandteile von Bikini aus, die in der Folge noch knapper ausfielen.

Die lange Karriere des Bikinis, Teil 1

Die lange Karriere des Bikinis, Teil 1

Es ist schwer zu bestimmen, wann genau der erste Bikini auf der Weltbühne erschienen ist. Funde in einer Grabungsstätte im Osten der Türkei lassen darauf schließen, dass Frauen bereits in grauer Vorzeit Kleidungsstücke trugen, die dem heutigen Bikini entsprechen. Es handelt sich um primitiv geschnittene Zweiteiler, die die Brüste sowie den Lendenbereich der Frau abdeckten. Modelle, die noch stärker an Bikinis im modernen Sinn erinnern, tauchten dann in der Antike im östlichen Mittelmeerraum auf. Kunstvoll gefertigte Keramiken aus Griechenland sowie Süditalien zeugen davon, dass die Damen schon damals durchaus an funktioneller Bademode interessiert waren.

Historiker sind sich jedoch uneins darüber, zu welchen Anlässen die Zweiteiler getragen wurden. Die einen behaupten, dass die Vorläufer der heutigen Bikinis bei sportlichen Aktivitäten angezogen wurden, andere wiederum vertreten die These, dass sie vornehmlich unter den Damen der gehobenen Gesellschaft in der Freizeit zum Einsatz kamen. Letzterer Auffassung nach sollen die Urversionen der Bikinis zwischen Ägäis und Ionischem Meer vornehmlich beim Baden am Strand und an Seen und Flussufern getragen worden sein. Etwa vom 4. Jahrhundert nach Christus an verliert sich dann die Spur des Bikini für sehr lange Zeit.

Erst im 19. Jahrhundert nehmen Badeurlauberinnen in Europa das Thema wieder auf, als sich allmählich eine Schwimmkultur zum reinen Zeitvertreib und zur Rekreation auszubilden beginnt. Zentren der zumeist bürgerlichen Strandgänger waren zum Beispiel Biarritz an der französischen Atlantikküste oder auch einige Küstenabschnitte in England. Im Britischen Empire hatte man anfangs noch recht widersprüchliche Auffassung davon , wie Bademode an sich zu beurteilen sei. Nicht wenige Menschen in England waren beispielsweise noch Anfang der 1860er Jahre der Meinung, dass es gesundheitsschädlich sei, bekleidet ins Wasser zu gehen.

Aber schon kurze Zeit später hatte die Öffentlichkeit, oder zumindest der Teil der Bevölkerung, der sich Ausflüge an Strände und in Kurbäder leisten konnten, eine viel tolerantere Meinung über Badeanzüge. Denn an der französischen Atlantikküste tauchten Schwimmanzüge auf, die als sittlich genug, gleichzeitig aber auch als elegant galten. Besagte Modelle taugten aber nicht wirklich zum Plantschen und noch weniger zum Schwimmen. Der Grund: die Textilien saugten sich mit Wasser voll und wurden so schwer, dass nicht wenige Schwimmerinnen in Lebensgefahr gerieten.